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Die Bilder von Jörg Kutschke wirken wie aus den unterschiedlichsten Comics, Spielzeugläden, Konsumententräumen und starkfarbigen Werbebildern entsprungen, bevölkern doch eine Vielzahl einzelner Szenen und Figuren seine Bilder. Auf der Leinwand finden sie ihre Arena, eine klar definierte Fläche für Auseinandersetzung, lautem Miteinander oder wechselseitiger Nicht-Wahrnehmung. Als hätten Bilder untereinander ein Sozialleben, wohnen sie auf der Fläche der Leinwand nebeneinander und betonen mit dieser unräumlichen Präsenz ihre Diesseitigkeit und Jetztzeit. Kutschke ist kein Freund von Reuezügen: seine Malerei muss sitzen, an der richtigen Stelle der Leinwand, mit einer Geste, die selbstbewusst klar macht, wie Malerei wörtlich ins Bild gesetzt wird. Diese Sicherheit fordert einen zweiten Blick geradezu heraus. Ihm offenbart sich ein sensibel ausgewogenes Gefüge, in dem kleinere Details oder Textfragmente entscheidend mitspielen und eine variabel gehandhabte Malerei manches zunächst laut Erscheinende behutsam zum Mitspieler einer sorgfältigen Orchestrierung gemacht hat. Auszug aus dem Katalogtext „Sphären“ von Dr. Johannes Stahl zur Ausstellung im Rahmen des Jahres der Astronomie, Jenaer Kunstverein, Januar 2009
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