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06.02. – 20.03.2015

Peter Möller

Don’t Speed a Turtle by Whirl on a Circle

Der Zeichner und Bildhauer Peter Möller hat sich ausgehend von seiner Ausbildung zum figürlichen Bildhauer in den neunziger Jahren fortwährend mit weiteren künstlerische Ausdrucksformen auseinandergesetzt. Er hat damit einerseits auf veränderte Anforderungen künstlerischer Wirkungfelder reagiert und ist andererseits seinem Interesse am Experiment gefolgt sowie dem Bedürfnis nach Erweiterung seiner künstlerischen Ausdruckmöglichkeiten. Aktuell steht dabei die zeichnerische Erforschung insbesondere von städtischen Lebensräumen und ihrer Bewohner im Vordergrund, wie auch die Besetzung und Interpretation von Orten mittels der Installation. Die Bielefelder Schau zeigt einen Querschnitt von Arbeiten aus Zeichnungen und Installation. Den ortsbezogenen perönlichen Karthografien steht eine räumgreifende, skulpturale Assemblage gegenüber. Sie sind der raumgreifenden Installation OUI gegenübergestellt, mit denen Möller situativ die Grenze zum Traumbild überschreitet und den Betrachter in den Raum seiner eigener irrationalen Ängste hineinzieht. Zu meinen Arbeiten werde ich durch Orte angeregt. Ich reagiere auf das, was ich vorfinde, die Spuren, in zeitlicher Dimension. Gibt es eine Geschichte – den Genius Loci? Die zeichnerische Recherche läßt den Ort unangetastet. Wenn die Umstände es erlauben kann Gegenwärtiges beobachtet werden. Dann ist Raum für den künstlerischen Eingriff und die Manipulation des Ortes – als Installation, Skulptur oder Raumzeichnung. Auch der neutrale Raum – ein Nichtort wird zum Ort durch die subjetive Aufladung meiner künstlerischen Okkupation. Das erfordert die Erfindung.

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